Kreiszeltlager in Ratingen 20. bis 22. August 2010

Mit zwölf Kameradinnen und Kameraden sind wir am Freitagmittag nach Ratingen zum Kreiszeltlager aufgebrochen. Die beiden Autos waren voll mit Zelten, Feldbetten, Schlafsäcken, Isomatten und viel Vorfreude auf ein interessantes Wochenende. Das Wetter war von Anfang an perfekt. Nach der ganzen regenreichen Zeit schien endlich mal wieder die Sonne, und das nicht zu wenig!

Als erstes wurden die Zelte aufgebaut. Im Vergleich zu anderen Feuerwehr waren wir gar nicht mal so langsam. Am späten Nachmittag wurde das internationale Zeltlager dann von offizieller Seite eröffnet. Zehn Jugendfeuerwehren waren angereist, sieben aus dem Kreis und drei befreundete Feuerwehren der Stadt Ratingen. Bis zum Abendessen nutzten wir die freie Zeit, um alte Freunde zu begrüßen, neue Freundschaften zu schließen und den Lagerplatz zu erkunden. Das Wimpelklauen war bereits in vollem Gange. Nach Bratwurst, Fleisch und Krautsalat sind alle gemeinsam zur Manege, einer „Disko“, gefahren. Wehrübergreifend wurde dann ausgiebig getanzt und gefeiert und wir hatten eine Menge Spaß. Alle Nachteulen, die dann immer noch nicht schlafen konnten, fanden einen Platz am Lagerfeuer.

Am Samstag wurden wir um 8 Uhr über Lautsprecher mit Musik geweckt. Nach und nach krochen dann aus allen Zelten die Jugendlichen und ihre Betreuer. Nach dem Frühstück gab es die Informationen zur Olympiade, und gruppenweise starteten wir in verschiedene Richtungen. Insgesamt mussten wir elf verschiedene Aufgaben lösen. Das heiße Wetter machte uns zwar sehr zu schaffen, aber wir haben tapfer durchgehalten. Immerhin wurden wir super mit kalten Getränken versorgt!!! Unser Mittagessen, Nudeln mit Hackfleischsoße, bekamen wir am Zeltplatz. Danach ging es wieder weiter, um die restlichen Aufgaben zu lösen. Am Ende waren unsere Füße platt, die Uniform war durchgeschwitzt, und eine leichte Röte von der Sonne hatten wir auch zum Teil. Trotz aller Anstrengung haben wir bis zum Schluss gekämpft.

Das Abendessen mit selbstgemachten Hamburgern war super. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang wurde zum Entspannen oder auch zur ausgiebigen Wasserschlacht genutzt. Ab 22 Uhr gingen dann eine Feuerwehr nach der anderen zur Nachtwanderung los. Die Taschenlampen hatten wir zu Hause gelassen, und zeitweise haben wir fast nichts mehr sehen können, weil der Wald so dunkel war. Dafür hat es umso mehr Spaß gemacht und unser Zusammenhalt wurde gestärkt, weil wir immer wieder Hinweise über Hindernisse geteilt haben. Der ein oder andere hat dann eine Rolle über einen Baumstamm gemacht oder ist in eine tiefere Pfütze getreten. Der Anfang der Wanderung war wirklich spannend, und unser Schreien hat man garantiert im ganzen Wald gehört!!!

In dieser Nacht waren die meisten ganz schnell im Bett und haben dann auch gleich geschlafen. Die viele frische Luft und die langen Fußmärsche haben uns echt geschafft. Am Sonntag wurden wir wieder um 8 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück haben wir alle unsere Sachen wieder eingepackt, die Zelte abgebaut und alles auf den Autos verstaut. Zum Schluss gab es die Siegerehrung, und das Zeltlager wurde für die meisten beendet. Auch wenn die meisten von uns ziemlich müde waren, war das Zeltlager doch ein tolles. Danke an die Feuerwehr Ratingen für die gute Organisation!!!

 

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr

Der Gong ertönt: „Feuer. Keller-Zimmer-Wohnung. Menschenleben in Gefahr“. Alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr schnappen sich ihre Uniformen und laufen zu den Fahrzeugen. Mit fünf Feuerwehrautos geht es zu einem alten Gebäude, aus dessen Dachfenstern dichter Qualm dringt und Feuerschein zu sehen ist. Zwei Personen stehen Hilfe schreiend auf einem Vordach.

Sofort werden sie von einem Jugendlichen betreut und zu der Situation befragt, um weitere Informationen zum Brand zu erhalten. Die erste Handlung der Jugendfeuerwehr ist nun das in Stellung bringen einer Steckleiter, über die die beiden Personen gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Da sie sich Verletzungen durch das Feuer zugezogen hatten, werden sie dem Rettungsdienst übergeben. Inzwischen wird von einer anderen Gruppe von Jugendlichen die Wasserversorgung für die Löschfahrzeuge aufgebaut. Das Wasser muss aus einem nahegelegenen Bach gesaugt werden. Da es schon dunkel ist, wird durch weitere Kräfte ein Lichtmast aufgebaut. Schließlich werden Löschangriffe durchgeführt und das Feuer erfolgreich gelöscht. Für die geleistete Arbeit gibt es im Anschluss von den Betreuern ein großes Lob für die gute Durchführung.

 Dieser Einsatz war nur einer von vielen „Einsätzen“, die die Mitglieder der Jugendfeuerwehr innerhalb von 24 Stunden abarbeiten mussten. Am 17. Oktober 2009 trafen sich 17 Kameraden mit ihren Betreuern auf der Feuerwache in Haan. Im Gepäck waren neben den Uniformen auch jede Menge Schlafsäcke. Bis zum offiziellen Dienstbeginn wurden fleißig Feldbetten in der Fahrzeughalle aufgebaut, man richtete sich ein und Fahrzeuge wurden umgesetzt.

Um 8:00 Uhr war Dienstbeginn für den ersten Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Haan. Die Jugendlichen haben die Chance genutzt, einmal wie „richtige“ Feuerwehrfrauen und -männer 24 Stunden an der Wache zu verbringen und mögliche Einsätze abzuarbeiten.

Nach dem gemeinsamen Frühstück musste eine Katze von einer Dachrinne gerettet und eine Ölspur abgestreut werden. Es folgte ein Brandeinsatz auf einer Kegelbahn, bei dem eine Person gerettet wurde.

Unterbrandmeisterin Lena Wieland, die den Ablauf des Tages sorgfältig vorbereitet hatte, blickte gelegentlich auf die Uhr, schließlich war der Tag stark strukturiert, die Einsätze und die Arbeiten auf der Wache mussten jeweils gut vorbereitet werden. Unterstützung gab es dabei von einigen aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und des THW. Für eine realistische Verletztendarstellung sorgten Mitglieder von der DLRG und dem DRK Gruiten.

Der Brand in dem alten Gebäude verlangte eine hohe Konzentration und vollen Einsatz von allen Beteiligten. Parallel dazu musste eine andere Gruppe eine vollgelaufene Grube auspumpen.

Die viele frische Luft und die vielen Einsätze verursachten großen Hunger unter den Jugendlichen, der mittags mit Nudeln und Bolognese und abends mit Gegrilltem gestillt wurde. Obwohl sie schon einen anstrengenden Tag hinter sich hatten, sollten die Jugendlichen keine ruhige Nacht haben. So wie es auch den „Großen“ immer wieder passieren kann, mussten sie nachts ebenfalls ausrücken. Um 23 Uhr wurde die Jugendfeuerwehr zu einem Verkehrsunfall gerufen. Der Fahrer hatte sich von dem Fahrzeug entfernt und musste nun in einem angrenzenden Waldstück gesucht werden. Dazu durchkämmten die Jugendlichen den Wald mit Taschenlampen.

Die restliche Nachtruhe sollte auch später nicht sehr lange andauern. Um 3:00 Uhr ertönte der Gong und ein Hilfeleistungseinsatz stand an. Nach leichten Schwierigkeiten, alle Jugendlichen aus den Betten zu bekommen, fuhren sie in einen Waldweg. Hier war zuvor ein betrunkener Fahrradfahrer vom Weg abgekommen und einen Abhang hinunter gestürzt. Da er verletzt war, musste er mittels Steckleiterteilen, Leinen und einer Schleifkorbtrage gerettet werden. Zum Gelingen dieser Rettungsaktion mussten alle Jugendlichen noch einmal mit anpacken. Spätestens nach diesem Einsatz waren alle müde – die Betreuer mit eingeschlossen – und fielen zurück in die Feldbetten, bis sie um 7:00 Uhr schon wieder geweckt wurden.

Stadtjugendfeuerwehrwart Hans Löhr und der Leiter der Feuerwehr Carsten Schlipköter blicken sehr zufrieden auf eine gelungen 24-Stunden-Schicht zurück.

Fazit der Jugendlichen: „Das müssen wir auf jeden Fall wiederholen.“ Die Jugendlichen haben viel Neues gelernt und ihr Wissen und Können bei verschiedenen Einsätzen unter Beweis gestellt.

Nach dem Aufräumen wurden die Jugendlichen nach Hause gebracht. Müde, aber dennoch sehr zufrieden.